Ein Western-Szenario bei dem deutsche Bauarbeiter auf einheimische Bulgaren treffen
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Western

Bulgarien nahe der griechischen Grenze: Eine Gruppe deutscher Bauarbeiter kommt im Niemandsland an, um ein Kraftwerk zu bauen, für das ein Fluss umgeleitet werden muss. Die Männer um Vorarbeiter Vincent können weder Englisch, noch Bulgarisch. Einer von den Neuankömmlingen ist Meinhard, der wie seine Kollegen in einer frisch errichteten Bauarbeitersiedlung wohnt. Die Arbeiten am Wasserkraftwerk dauern länger als geplant, weil der Nachschub fehlt – das Wasser reicht nicht mal, genug Beton anzurühren. Meinhard, der in den Bergen ein Pferd gefunden hat, ist ein bisschen anders als die anderen: Während die keinen Kontakt zu den Bulgaren wollen, reitet er ins Dorf, wo er Einheimische kennenlernt. Der örtliche Steinbaron Adrian und Meinhard freunden sich langsam an, obwohl sie die Sprache des anderen kaum verstehen.

“Western” wurde auf dem Filmfestival in Cannes 2017 in der renommierten Kategorie “Un Certain Regard” aufgeführt. Seitdem Valeska Grisebach ihren letzten Spielfilm “Sehnsucht” im Jahr 2006 herausgebracht hat, ist es lange still gewesen um die gefeierte Regisseurin. Nun meldet sie sich gemeinsam mit “Toni Erdmann“-Produzentin Maren Ade mit einem modernen Western zurück, der den Frontier-Mythos an die bulgarisch-griechische Grenze verlegt und bekannte Erzählmuster des Genres in die Moderne transportiert – aus Cowboys werden Bauarbeiter, aus Indianern die Bulgaren aus dem Nachbardorf. So taucht der Film wie nebenbei in die Entwicklungspolitik der Europäischen Union ab, während er kulturelle Missverständnisse offen zur Schau stellt.
  


    
Deutschland/BG/A 2017
ein Film von Valeska Grisebach
121 Min., frei ab 12 Jahren

mit Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov
Das meinen die Kritiker

edp-film.de
"Es geht um Genrekonventionen und Kommunikationsstrukturen vor dem Hintergrund kultureller Unterschiede"
der ganze Artikel hier

kino-zeit.de
"Viel wichtiger ist in "Western" die Beobachtung, das langsame Erkennen dieser Erfahrungen, dieser Identitäten. Und diese werden, und das ist das wahrlich interessante und revolutionäre, aus Frauensicht gezeigt."
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Der Tagesspiegel
"„Western“ lebt vor allem von seinen Authentizitätseffekten, von der Arbeit mit dem Laienensemble, das bis in die kleinste Nebenrolle mit echten Charakteren besetzt ist"
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